Jede normale, alltägliche oder entspannungsfördernde Tätigkeit kann sich bei übermäßiger oder zwanghafter Ausübung zur Verhaltenssucht entwickeln.

Zu spielen, zu arbeiten, zu putzen, Sport zu treiben, Sex zu haben, einzukaufen, zu essen, im Internet zu surfen oder fernzusehen ist so lange unbedenklich, wie es in abgrenzbare Kontexte eingebettet ist. Jede Verhaltensweise, die exzessiv ausgeübt wird und nicht willentlich unterlassen werden kann, ist als psychische Abhängigkeit und damit als Sucht zu verstehen.

Süchtiges Verhalten zeigt sich dadurch, dass

  • es zu unpassender Gelegenheit auftritt
  • es zur Besserung einer gestörten Befindlichkeit eingesetzt wird
  • jegliches Maß verloren gegangen ist
  • es zentraler Lebensinhalt geworden ist
  • es das Denken des Betroffenen bestimmt.

Die Flucht in ausgleichende oder betäubende Verhaltensweisen ist so verbreitet, dass sie meist gar nicht als Abhängigkeit erkannt wird. Oft werden gesellschaftlich anerkannte (Arbeit, Sport) oder im Verborgenen ausgeführte Verhaltensweisen (Glücksspiel, Cybersex) unbewusst und unbemerkt instrumentalisiert, um innere Leidenszustände wie Einsamkeit, Leere, Wertlosigkeit oder Angst nicht spüren zu müssen.

Je nach Art des Verhaltens, kommt es früher (Glücksspiel, Kaufsucht) oder später (Putzsucht, Sexsucht) zu sozialen Folgeproblemen. Finanzielle Überschuldung, Verlust des Arbeitsplatzes und vor allem Partnerschaftskonflikte sind häufige Konsequenzen.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, im vertraulichen Gespräch

  • Ihr eigenes problematisches exzessives Verhalten zu überprüfen
  • das dahinterstehende Leiden herauszufinden und ggf. therapeutisch zu bearbeiten
  • Beratung für Angehörige in Anspruch zu nehmen.

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